„Die Imkerei“ gibt es nicht! 

 

Solange es Menschen gibt, solange sammeln sie wohl auch schon Honig. Schon auf einer ca. 8.000 Jahre alten Höhlenmalerei ist ein Mensch zu sehen, der auf einen Baum klettert, um an Honig zu gelangen. Diese Menschen sammelten den Honig zur Selbstversorgung.

Im Mittelalter haben sich die Zeidler entwickelt. Diese Zunft sammelte den Honig erstmals gewerblich.

Selbstverständlich hat sich die Imkerei im Laufe der Jahrtausende immer wieder verändert. Andere Werkzeuge wurden benutzt, unterschiedliche Materialien wurden verwendet, das Wissen um die Natur und deren Zusammenhänge hat sich erweitert.

Aber nicht nur zeitlich, sondern auch regional, gab es große Unterschiede, woraus sich eine Vielzahl unterschiedlichster, imkerlicher Praktiken entwickelt hat.

Doch eines haben alle Betriebsweisen gemeinsam:

Keine Imkerei ohne Bienen 

 

Familienimkerei Irgel Imker Iserlohn Honig

Ist imkern eigentlich schwer?

 

Als erstes sollte man sich über die natürlichen Abläufe im Bienenstock informieren. Die natürlichen Abläufe sind die Grundlage der Imkerei.

Die Honigbiene ist ein Wildtier – man kann sie zwar lenken, aber nicht beherrschen.

Desweiteren sollte man sich einen erfahrenen Imker als“Paten“ suchen. Dann kann man grob sagen, dass es 3 Jahre dauert, um imkern zu lernen. Im 1. Jahr schaut man sich viel bei seinem Paten ab und imkert nach Anweisung. Im 2. Jahr wird man selbständiger, macht Fehler, ruft den Imkerpaten und lernt daraus.

Ab dem 3. Jahr ist man vor größeren Fehlern ziemlich sicher und kann kleinere Probleme meistens selbst lösen. 

 

 

„Die Biene braucht den Imker nicht!“

 

Sicherlich kann die Biene von Natur aus bestens für sich sorgen, doch – wie so oft – hat der Mensch die Natur weitgehend verändert, wodurch die Biene, teils lebensbedrohlich, gefährdet ist:

 

 

 

 

Wenn drei Imker derselben Meinung sind, dann haben mindestens zwei keine Ahnung!“

Dieser alte Ausspruch beschreibt sehr gut ein weit verbreitetes Problem der Imkerschaft.

Die Intoleranz

Wie schon erwähnt gibt es in der Imkerei nicht den einen richtigen Weg. Doch genau das – den einen richtigen Weg zu haben – glauben viele Imker, ohne ein Abweichen nach rechts oder links zu tolerieren.

 

Es ist ja auch schrecklich!!

Da imkert man seit 30 Jahren erfolgreich, so wie es einem der Großvater beigebracht hat.

Und plötzlich kommt so ein „Jungimker“, mit irgendwelchen Flausen im Kopf z.B. kleineres Zellmaß, Wabenanordnung, neue Beutentypen, Bienenrasse ect.

 

Bild Planung

Und wir denken beides hat seine Berechtigung, das Alte, erprobte, und das Neue, innovative.

Wie schon erklärt ist auch die Imkerei dem Wandel der Zeit unterworfen, deswegen gilt es ständig das Bekannte und das Neue miteinander zu vergleichen und sich dann objektiv eine Meinung zu bilden.

Vor nur 50 Jahren z.B, gab es die Varroamilbe nicht in Deutschland. Man möge sich vorstellen auf wie viel Skepsis die ersten Bekämpfungsversuche bei der Imkerschaft gestoßen seien mögen.

Unsere (und die der Bienen) Umwelt verändert sich.

Können wir Imker es uns da wirklich erlauben, an den alten Dingen krampfhaft fest zu halten?  

Wir raten jedem:

„Haltet eure Augen, Ohren und euren Geist offen“

 

Evolution