Der Mensch ist Schuld!

 

Die Varroa wurde durch das Bieneninstitut Oberursel, aus Asien, nach Deutschland  eingeschleppt. 1978 waren schon hunderte Bienenvölker im Umkreis des Institutes infiziert. 

Die Milbe (Varroa destructor) entwickelt und vermehrt sich in der verdeckelten Brut im Bienenstock. Sie ist in allen Lebensstadien parasitisch und kommt niemals frei lebend, sondern ausschließlich im Inneren von Bienenstöcken, oder auf Bienen vor. Die Männchen leben im Inneren von verdeckelten Brutzellen. Nur die Weibchen kommen auch außerhalb der Zellen vor. Sie sitzen dann  an der Bauchseite der Bienen. Das Varroa-Weibchen verlässt die Biene, während diese eine Brutzelle mit einer verpuppungsbereiten Larve verdeckelt. Dort saugt die Milbe an den Larven, wodurch die Larve geschwächt und in Ihrer Entwicklung gestört wird.

 

Forschungen zeigen dass die Varroa Überträger von Viruserkrankungen ist.

Virus

normalerweise

verdeckte Infektionen ohne Symptome

Übertragung durch Varroa Gefährlichkeit des Virus nimmt im Zusammenhang mit Varroa zu
DWV

(Flügeldeformationsvirus)

ja

ja

ja

ABPV

(Akute Bienenparalyse Virus)

ja

ja

ja

SBV

(Sackbrutvirus)

ja

ja

ja

KBV

(Kaschmir Bienenvirus)

ja ja

ja

IAPV

(Israelisches Akute Paralyse Virus)

?? ja

sehr wahrscheinlich

Die Varroamilbe injiziert Viren in die Hämolymphe (Körperflüssigkeit der Bienen), wodurch vorher harmlose Viren tödlich sein können.
Ist eine Biene im Puppenstadium mit dem Virus durch eine Milbe infiziert worden, schlüpft sie als verkrüppelte Biene.

Besonders problematisch wird der Milbenbefall nach der Sommersonnenwende (ca. Mitte Juni), da sich das Bienenvolk verkleinert, während sich die Milben weiterhin vermehren.

Dadurch wird das Bienenvolk so stark geschwächt, das es den Winter wahrscheinlich nicht überleben kann.

 

 

Milbenentwicklung

Wie kann der Imker helfen?

Biologische Bekämpfungmethode

Die Drohnenbrut wird etwa 5- bis 10-mal häufiger als die Arbeiterbienenbrut von der Varroa-Milbe befallen, dies nutzt der Imker bei der Varroabekämpfung durch den Einsatz von sogenannten Drohnenrahmen.

Die bereits verdeckelte Drohnenbrut wird dann kurz vor dem Schlüpfen mitsamt den darin befindlichen Milben entfernt. Dadurch wird der Milbenbefall deutlich reduziert.

Chemische Bekämpfungsmethode

Gute Erfolge wurden mit dem Einsatz von organischen Säuren wie Ameisensäure, Milchsäure und Oxalsäure erzielt.

Diese werden so sparsam wie möglich ins Bienenvolk eingegeben und werden erst nach der Honigernte angewendet, damit sich keine Rückstände im Lebensmittel Honig bilden können.

 

 

 

Biene Mit Varroa

Diese drei Säuren oder ihre Salze kommen natürlicherweise im Stoffwechsel von Pflanzen, Tieren und sogar in manchen Honigsorten vor:

Ameisensäure: Es gibt verschiedene Vogelarten, die gezielt in Ameisenhaufen baden. Dabei werden die Vögel von den Ameisen mit Ameisensäure besprüht, damit bekämpfen die Vögel ihre Parasiten. Ameisensäure wurde bis 1998 unter der E-Nummer E236 als Konservierungsmittel in Fisch-, Obst- und Gemüseprodukten verwendet, ist seitdem aber in der EU im Gegensatz zur Schweiz nicht mehr als Lebensmittelzusatzstoff zugelassen.

Milchsäure: Sie kommt in Schweiß, Blut, Speichel, in Niere und Galle vor. Aber auch in Sauermilch- und Molke­produkten, Tomatensaft sowie in Bier. Milchsäure wirkt antibakteriell und wurde auch als Mittel zur Schwangerschaftsverhütung eingesetzt.

Oxalsäure: Diese Säure finden wir zb. in Petersilie, Schnittlauch, Rhabarberblätter, Karotten oder Radieschen vor.

Die Pharma-Industrie hat entdeckt, dass man mit dem Leid der Bienen (und des Imkers) Geld verdienen kann. Also haben Sie verschiedene Präparate entwickelt welche – mehr oder weniger – gegen die Varroamilbe helfen, jedoch kam es bereits bei mehreren Mittel zu Resistenzbildungen. 

Wir distanzieren uns ausdrücklich von Präparaten der Pharma-Industrie!

 

 

 

 

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